Vorwort Wägetechnik

12 Januar 2016

In heutigen Laboren ist das Wägen dank moderner Mikro-, Semimikro-, und Analysenwaagen technologisch so weit fortgeschritten, dass unter anderem keine speziellen Wägeräume mehr nötig sind, sich die Wägezeiten enorm verkürzen und die Bedienung der Waage stark vereinfacht ist. Damit vergrößert sich allerdings das Risiko, dass Störungen, die durch äußere Einflüsse verursacht werden, beim Wägen übersehen werden.

Denn Mikro-, Semimikro- und Analysenwaagen sind in der Lage, die kleinsten physikalischen Effekte zu messen und anzuzeigen. So werden leichte Verdunstungen oder Feuchtigkeitszunahmen des Wägeguts als tatsächliche Gewichtsveränderungen wahrgenommen, ebenfalls können magnetische oder elektrostatische Kräfte auf die Probe oder die Waage wirken und die Gewichtsanzeige beeinflussen.

Daher sollten bei der Arbeit mit Mikro-, Semimikro- und Analysenwaagen einige Punkte berücksichtigt werden, wenn sehr präzise und stabile Wägeergebnisse erforderlich sind. In den folgenden Beiträgen werden Hinweise in Bezug auf den Standort der Waage und die sachgerechte Bedienung gegeben und auf die einzelnen physikalischen Störeinflüsse, die zu einer Verfälschung der Gewichtsanzeige führen können, im Detail eingegangen.

Armin Krause - post author

Armin Krause ist Gründer und Geschäftsführer der GREIF Laborlösungen GmbH und betreut Kunden beim Thema Laboreinrichtungen.

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